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Zur Pflanze Miscanthus

Miscanthus ist eine Gräserart, die in Asien weit verbreitet ist. Die Pflanze wird bei uns etwa drei bis vier Meter hoch. Miscanthus ist eine Schilfart, wächst jedoch nicht im Wasser, sondern auf normalem Boden.
Sie ist eine C4 Pflanze wie der Mais: das bedeutet, dass es aufgrund einer anderen CO2 Assimilation besser und schneller wachsen kann.
Auf gut Wasserversorgten Böden werden Erträge von durchschnittlich 15 Tonnen Trockenmasse erreicht.
Dies entspricht einem Brennwert von ca. 5500 Liter Öl.

Ein guter Boden mit guter Wasserversorgung ist dafür jedoch notwendig, wie bei Mais. Generell kann gesagt werden, wo Mais wächst, wächst auch Miscanthus.

Miscanthus wird in Form von Wurzelstücken ausgepflanzt. Etwa 5 cm lange Wurzelstücke werden mit einer Setzmaschine ca. 8-10 cm tief gepflanzt.

In den ersten beiden Jahren ist die Unkrautunterdrückung von Miscanthus sehr gering. Ein chemischer Pflanzenschutz ist sinnvoll. Seit 2006 gibt es erstmals dafür registrierte Mittel.
Die Pflanze wird im ersten Jahr etwa einen Meter hoch und kann nicht geerntet werden.
Die Wurzelstöcke treiben aber jedes Jahr wieder aus.
Ab dem zweiten Jahr kann geerntet werden. Ab dem dritten Jahr ist die Pflanze so konkurrenzstark, dass Unkraut nicht mehr durchkommt.
Die Kultur kann 20 bis 25 Jahre alt werden.

Die Pflanzen bleiben über den Winter stehen, frieren ab und trocknen bis zum Neuaustrieb der Wurzelstöcke auf ca. 15 % Wassergehalt ab.
Die Blätter fallen ab, bedecken den Boden und werden nicht mitgeerntet.

Geerntet wird mit einem reihenunabhängigem Maishäcksler (Kemper Vorsatz), der das trockene Halmgut auf ca. 2-3 cm Länge häckselt.
So kann das Erntegut in vielen Hackgutheizungen problemlos verbrannt werden. Ein Brikettieren oder Pelletieren des Häckselgutes ist ebenfalls möglich.



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